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	<title>Leadership &#38; Management &#187; unternehmen</title>
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	<description>Führen Lernen — Vom Lernen zu Führen</description>
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		<title>Sphären und Anspruchsgruppen im Unternehmensumfeld</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 20:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Flück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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		<category><![CDATA[unternehmen]]></category>

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Ein Unternehmen steht nie für sich alleine. Es ist immer und zu jedem Zeitpunkt eingebettet in sein Umfeld und in die umgebende Umwelt insgesamt. Zudem besteht eine starke Wechselbeziehung zwischen Umwelt und Unternehmen. In diesem Artikel schauen wir uns diese Beziehungen etwas genauer an.
Die Unternehmensumwelt
Die Umwelt eines Unternehmens kann in so genannte Sphären eingeteilt werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mindomo.com/view.htm?m=ed4c96bbfbb24850895ff1090f390783"><img class="aligncenter size-full wp-image-181" title="Unternehmensumwelt" src="http://www.leadership-management.ch/wp-content/uploads/2009/06/Unternehmensumwelt.jpg" alt="Unternehmensumwelt" width="600" height="120" /></a></p>
<p>Ein Unternehmen steht nie für sich alleine. Es ist immer und zu jedem Zeitpunkt <strong>eingebettet in sein Umfeld und in die umgebende Umwelt insgesamt</strong>. Zudem besteht eine <strong>starke Wechselbeziehung zwischen Umwelt und Unternehmen</strong>. In diesem Artikel schauen wir uns diese Beziehungen etwas genauer an.</p>
<h2>Die Unternehmensumwelt</h2>
<p>Die Umwelt eines Unternehmens kann in so genannte Sphären eingeteilt werden. Dabei greift jede Sphäre einen spezifischen Aspekt des weiteren Umfeldes auf.</p>
<p>Die <strong>ökologische Sphäre</strong> bettet das Unternehmen in die Natur ein, welche in den letzten Jahren einen immer höheren Stellenwert eingenommen hat. Da die Produktion die Natur häufig <em>doppelt belastet</em> durch Ressourcenentnahmen und Abfallprodukte, muss in der heutigen Zeit diesem Aspekt mehr Rechnung getragen werden.</p>
<ul>
<li>Umweltfreundliche Produktion durch einen achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Reduktion von Abfällen.</li>
<li>Recycling durch Wiederverwendung und Wiederverwertung.</li>
</ul>
<p><img class="alignright size-full wp-image-188" title="Unternehmensumwelt" src="http://www.leadership-management.ch/wp-content/uploads/2009/06/Unternehmensumwelt1.jpg" alt="Unternehmensumwelt" width="440" height="440" />Die Bedeutung der <strong>gesellschaftlichen Sphäre</strong> hat ebenfalls zugenommen. Unternehmen mussten sich wandeln von einem Verkäufermarkt mehr und mehr hin zu einem Käufermarkt, einem Markt welcher vom Kunden bestimmt wird. Das gesellschaftliche Umfeld kann in drei Unteraspekte aufgeteilt werden:</p>
<ul>
<li><em>Politisches Umfeld:</em> Die Wirtschaftspolitik verwendet Gesetzte, Massnahmen wie Subventionen und Appelle an die Bevölkerung um ihre Ziele zu erreichen. Dabei spielen neben der Regierung vor allem auch die meinungsbildenden Gruppen wie Parteien und Verbände eine sehr wichtige Rolle.</li>
<li><em>Kulturelles Umfeld: </em>Der grosse gesamtgesellschaftliche Rahmen ist in westlichen Ländern geprägt von Pluralismus und Kapitalismus.</li>
<li><em>Soziales Umfeld:</em> Geprägt von zunehmendem Individualismus, ändert sich dieses Umfeld stets und wiederspiegelt die mehr kurzfristigen und vielfältigen Denkweisen von Personen.</li>
</ul>
<p>Jedes Unternehmen muss am Ball bleiben, vor allem in der <strong>technologischen Sphäre</strong>. Neue Entwicklungen und Strömungen müssen aufgefasst und ins Unternehmen integriert werden. Aber nicht nur staatliche Stellen wie Universitäten treiben die Entwicklung voran, auch die Unternehmen beteiligen sich hier um einen Vorsprung auf die Konkurrenz herauszuholen.</p>
<p>Die <strong>ökonomische Sphäre</strong> ist das direkte Umfeld des Unternehmens. Sie besteht zum einen aus den gesamtwirtschaflichen Einflüssen sowie dem <em>näheren Umfeld</em>, welches vor allem geprägt ist von den Beschaffungs- und Absatzmärkten, in welchen sich das Unternehmen bewegt und natürlich der direkten Konkurrenz. Die <em>gesamtwirtschafliche Situation</em> wird von den folgenden Grössen, welche in einer starken Wechselwirkungsbeziehung stgehen, geprägt:</p>
<ul>
<li>Bevölkerungsentwicklung</li>
<li>Gesamtleistung der Volkswirtschaft</li>
<li>Beschäftigung und Löhne</li>
<li>Preisentwicklung</li>
<li>Handel</li>
<li>Öffentlichen Finanzen</li>
</ul>
<h2>Anspruchsgruppen im Unternehmensumfeld</h2>
<p>Die Bezugsgruppen eines Unternehmens haben Ansprüche an eben dieses, deshalb nennt man sie auch Anspruchsgruppen und fasst dies in der sogenannten institutionellen Betrachtungsweise zusammen.</p>
<p>Zielkonflikte entstehen, wenn die Ansprüche der unterschiedlichen Gruppen auseinander klaffen. Zielkonflikte zwischen Kaptialgebern und Mitarbeitern oder Lieferanten und Kunden sind nur zwei Beispiele davon. Die Kunst der Unternehmensführung besteht nun darin, das <strong>Unternehmen im Spannungsfeld dieser Zielkonflikte zu manövrieren</strong>.</p>
<p><em>Anspruchsgruppen und Umweltsphären stehen in engem Zusammenhang miteinander und beeinflussen sich gegenseitig. Daraus entsteht ein komplexes Unternehmensumfeld, ein Netz von Wirkungen und Wechselwirkungen.<br />
</em></p>
<p>Hier noch die Links zum <a href="http://www.mindomo.com/view.htm?m=ed4c96bbfbb24850895ff1090f390783">Mindmap der Unternehmensumwelt</a> sowie die zugehörige <a href="http://www.ichlerneonline.de/?q=node/92201/view">Lernkartei</a>.</p>
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		<title>Unternehmen — System — Systemindifferente Merkmale</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 19:52:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Flück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[bwl]]></category>
		<category><![CDATA[system]]></category>
		<category><![CDATA[unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unternehmen können auf ganz unterschiedliche Arten betrachtet werden. Dabei spricht man oft vom Unternehmen als System und von systemdifferenten sowie systembezogenen Merkmalen eines Unternehmens. — Doch was bedeutet dies genau und gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Begriffen?

Das Unternehmen als System
Schauen wir uns den Begriff des Unternehmens als System etwas genauer an. Dabei geht es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unternehmen können auf ganz unterschiedliche Arten betrachtet werden. Dabei spricht man oft vom <strong>Unternehmen als System</strong> und von <strong>systemdifferenten sowie systembezogenen Merkmalen eines Unternehmens</strong>. — <em>Doch was bedeutet dies genau und gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Begriffen?<br />
</em></p>
<h2>Das Unternehmen als System</h2>
<p>Schauen wir uns den Begriff des Unternehmens als System etwas genauer an. Dabei geht es darum, dass jedes Unternehmen aus vielen Teilen besteht, welche wie ein Netzwerk von Zahnrädern ineinander greifen. Die Verknüpfungen der einzelnen Teile folgen ganz spezifischen Gesetzmässigkeiten und sind nicht einfach zufällig. Daraus ergibt sich ein <strong>komplexes System von Abhängigkeiten, welches sich sehr dynamisch in seinem Umfeld bewegt</strong>.</p>
<p>Nach der Systemtheorie, welche von Hans Ulrich in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts massgeblich geprägt wurde, spricht man vom <strong>Unternehmen als ein offenes, produktives und soziales System</strong>.</p>
<ul>
<li><em>offen</em>: Ein Unternehmen steht in ständigem Austausch mit seiner Umwelt und ist daher nicht in sich abgeschlossen.</li>
<li><em>produktiv</em>: Die Hauptaufgabe besteht natürlich in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen.</li>
<li><em>sozial</em>: Hier geht es darum, dass man sich in keinem Unternehmen dem Faktor Mensch entziehen kann. Es ist von Menschen geschaffen und Menschen arbeiten darin zusammen.</li>
</ul>
<p>Auf diesen Eckpfeilern basiert auch das von Herrn Ulrich ins Leben gerufene St. Galler Managementmodell.</p>
<h2>Merkmale eines Unternehmens</h2>
<p>Bei dem Betrachten der Merkmale eines Unternehmens unterscheidet man diese gerne in so genannte <strong>systemindifferente und systembezogene Unternehmensmerkmale</strong>. Aber Achtung! Hier sprechen wir von einem ganz anderen System:</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><em>Aufgepasst:</em> Mit System bezeichnet man in diesem Kontext das Wirtschaftssystem! System wird dabei nicht im Sinne einer Metapher für das Unternehmen verwendet.</strong></span></p>
<p>Die zwei wohl bekanntesten und auch stark unterschiedlichen Wirtschaftssysteme sind die Marktwirtschaft und die Planwirtschaft. Systembezogene Merkmale beziehen sich nun auf den Kontext des jeweiligen Wirtschaftssystems. Und im Falle von systemindifferenten Merkmalen spricht man von unabhängigen, in jedem System anzutreffenden Merkmalen.</p>
<p><strong><em>Systemindifferente Merkmale</em></strong></p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;"><strong>Kombination der Produktionsfaktoren</strong></span>: In jedem Betrieb müssen Produktionsfaktoren wie Inputgüter und menschliche Arbeit miteinander kombiniert werden, um eine Leistung (Output) zu erbringen.</li>
<li>Diese Kombination erfolgt nach dem <strong><span style="color: #000000;">ökonomischen Prinzip</span></strong>: Für längere Zeit versucht jeder Betrieb nach diesem Prinzip aufgrund der Knappheit der Güter zu handeln. Dieses Prinzip kommt in drei Ausprägungen vor:
<ul>
<li><em><span style="color: #000000;">Prinzip der Outputmaximierung</span></em>: Mit einem gegebenen Input soll ein möglichst hoher Output erzielt werden,</li>
<li><em>Prinzip der Inputminimierung</em>: Ein vorgegebener Output soll mit einem möglichst kleinen Input an Produktionsfaktoren realisiert werden,</li>
<li><em>Prinzip des optimalen Input-Outputverhältnisses</em>: Input und Output sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass das ökonomische Problem nach den festgelegten Kriterien optimal gelöst wird.</li>
</ul>
</li>
<li>Jeder Betrieb sollte versuchen, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dieses Prinzip heisst <strong>Prinzip des finanziellen Gleichgewichts</strong>.</li>
</ul>
<p><strong><em>Systembezogene Merkmale</em></strong></p>
<p>Bei diesen Merkmalen handelt es sich um solche, welche vom jeweiligen Wirtschaftssystem abhängig sind. Diese sind als gesondert zu betrachten. Schauen wir uns dazu zuerst die drei wichtigsten Merkmale der Marktwirtschaft an:</p>
<ul>
<li><strong>Autonomieprinzip</strong>: Für den Betrieb in der Marktwirtschaft ist charakteristisch, dass er seine Entscheidungen eigenständig treffen kann. Dieses Prinzip beinhaltet die Nutzung von Marktchancen, aber auch die Gefahr von Risiken des Misslingens, die ohne Hilfe des Staates getragen werden müssen.</li>
<li><strong>Erwerbswirtschaftliches Prinzip</strong>: Dieses Prinzip fordert, dass ein Unternehmen langfristig einen möglichst hohen Gewinn auf dem eingesetzten Kapital erzielen sollte.</li>
<li><strong>Prinzip des Privateigentums</strong>: Dieses Prinzip besagt, dass den Eigenkapitalgebern das Privateigentum an den Produktionsmitteln zukommt. Daraus leitet sich der Anspruch der Eigenkapitalgeber auf Alleinbestimmung, d. h. auf die mittelbare und unmittelbare Geschäftsführung, ab.</li>
</ul>
<p>Im Gegensatz dazu gelten die folgenden Merkmale in der Planwirtschaft:</p>
<ul>
<li><strong>Organprinzip</strong>: Gemäss diesem Prinzip sind die öffentlichen Betriebe ausführende Organe des Staates. Die Pläne eines Betriebes können deshalb nicht auf den Markt ausgerichtet werden, sondern werden aufgrund eines zentralen Volkswirtschaftsplanes hinsichtlich Menge, Qualität und Zeit festgelegt.</li>
<li><strong>Prinzip der Planerfüllung</strong>: Die öffentlichen Betriebe richten ihr Handeln auf die Erfüllung des von den staatlichen Planungsstellen vorgegebenen Planes aus.</li>
<li><strong>Prinzip des Gemeineigentums</strong>: An die Stelle des Privateigentums tritt das Gemeineigentum. Es besteht folglich ein gesellschaftlicher Anspruch auf Mitbestimmung.</li>
</ul>
<h2>Unterschied der beiden Unternehmensbetrachtungen</h2>
<p><em>Die Einteilung in systemindifferente und systembezogene Merkmale stammt von Erich Gutenberg. Er hat versucht die Betriebswirtschaftslehre als ein in sich geschlossenes System zu betrachten. Diese führte ihn zu einem sehr mathematischen Ansatz, welcher den Faktor Mensch und seine teilweise irrationalen Verhaltensweisen nicht einbezieht.</em></p>
<p><em>Hans Ulrich hat im Gegensatz dazu dem Faktor Mensch einen hohen Stellenwert gegeben und spricht darum auch vom Unternehmen als ein soziales System. Die verschiedenen Faktoren stehen in starken Wechselbeziehungen, welche nicht zu vernachlässigen sind. Und die Erkenntnisse daraus ergeben gemäss seinen Betrachtungen eine bessere Strukturierung von Steuerung- und Führungsproblemen in Unternehmen.</em></p>
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