Sphären und Anspruchsgruppen im Unternehmensumfeld
Ein Unternehmen steht nie für sich alleine. Es ist immer und zu jedem Zeitpunkt eingebettet in sein Umfeld und in die umgebende Umwelt insgesamt. Zudem besteht eine starke Wechselbeziehung zwischen Umwelt und Unternehmen. In diesem Artikel schauen wir uns diese Beziehungen etwas genauer an.
Die Unternehmensumwelt
Die Umwelt eines Unternehmens kann in so genannte Sphären eingeteilt werden. Dabei greift jede Sphäre einen spezifischen Aspekt des weiteren Umfeldes auf.
Die ökologische Sphäre bettet das Unternehmen in die Natur ein, welche in den letzten Jahren einen immer höheren Stellenwert eingenommen hat. Da die Produktion die Natur häufig doppelt belastet durch Ressourcenentnahmen und Abfallprodukte, muss in der heutigen Zeit diesem Aspekt mehr Rechnung getragen werden.
- Umweltfreundliche Produktion durch einen achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Reduktion von Abfällen.
- Recycling durch Wiederverwendung und Wiederverwertung.
Die Bedeutung der gesellschaftlichen Sphäre hat ebenfalls zugenommen. Unternehmen mussten sich wandeln von einem Verkäufermarkt mehr und mehr hin zu einem Käufermarkt, einem Markt welcher vom Kunden bestimmt wird. Das gesellschaftliche Umfeld kann in drei Unteraspekte aufgeteilt werden:
- Politisches Umfeld: Die Wirtschaftspolitik verwendet Gesetzte, Massnahmen wie Subventionen und Appelle an die Bevölkerung um ihre Ziele zu erreichen. Dabei spielen neben der Regierung vor allem auch die meinungsbildenden Gruppen wie Parteien und Verbände eine sehr wichtige Rolle.
- Kulturelles Umfeld: Der grosse gesamtgesellschaftliche Rahmen ist in westlichen Ländern geprägt von Pluralismus und Kapitalismus.
- Soziales Umfeld: Geprägt von zunehmendem Individualismus, ändert sich dieses Umfeld stets und wiederspiegelt die mehr kurzfristigen und vielfältigen Denkweisen von Personen.
Jedes Unternehmen muss am Ball bleiben, vor allem in der technologischen Sphäre. Neue Entwicklungen und Strömungen müssen aufgefasst und ins Unternehmen integriert werden. Aber nicht nur staatliche Stellen wie Universitäten treiben die Entwicklung voran, auch die Unternehmen beteiligen sich hier um einen Vorsprung auf die Konkurrenz herauszuholen.
Die ökonomische Sphäre ist das direkte Umfeld des Unternehmens. Sie besteht zum einen aus den gesamtwirtschaflichen Einflüssen sowie dem näheren Umfeld, welches vor allem geprägt ist von den Beschaffungs- und Absatzmärkten, in welchen sich das Unternehmen bewegt und natürlich der direkten Konkurrenz. Die gesamtwirtschafliche Situation wird von den folgenden Grössen, welche in einer starken Wechselwirkungsbeziehung stgehen, geprägt:
- Bevölkerungsentwicklung
- Gesamtleistung der Volkswirtschaft
- Beschäftigung und Löhne
- Preisentwicklung
- Handel
- Öffentlichen Finanzen
Anspruchsgruppen im Unternehmensumfeld
Die Bezugsgruppen eines Unternehmens haben Ansprüche an eben dieses, deshalb nennt man sie auch Anspruchsgruppen und fasst dies in der sogenannten institutionellen Betrachtungsweise zusammen.
Zielkonflikte entstehen, wenn die Ansprüche der unterschiedlichen Gruppen auseinander klaffen. Zielkonflikte zwischen Kaptialgebern und Mitarbeitern oder Lieferanten und Kunden sind nur zwei Beispiele davon. Die Kunst der Unternehmensführung besteht nun darin, das Unternehmen im Spannungsfeld dieser Zielkonflikte zu manövrieren.
Anspruchsgruppen und Umweltsphären stehen in engem Zusammenhang miteinander und beeinflussen sich gegenseitig. Daraus entsteht ein komplexes Unternehmensumfeld, ein Netz von Wirkungen und Wechselwirkungen.
Hier noch die Links zum Mindmap der Unternehmensumwelt sowie die zugehörige Lernkartei.
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