Rezension: UBS am Rande des Abgrunds

Bewertung: 3/5

Die UBS steht am Ende des Jahres 2008 am Rande des Abgrunds. Wie kam es dazu? Wer waren die Hauptakteure? Hätte man nicht früher Gegensteuer geben können? Die Wirtschaftsredaktorin Myret Zaki zeigt die Geschehnisse der letzten Jahre in ihrem Buch auf und führt uns Leser in die Welt von Börse, Bonus und Subprime-Krise ein.

Bei der Lektüre des Buches merkt man schnell, dass Frau Zaki hier sehr viele interessante und tiefgreifende Informationen zusammengezogen hat. Sie hat viele Gespräche geführt um ein Gesamtbild der aktuellen Situation der UBS aufzuzeigen.

Wie die UBS in die Subprime-Krise stolperte

Die Geschichte ist eindrücklich. Es startet in den 80-er Jahren, steigert sich in den 90-ern und setzt zum Höhenflug anfang dieses Jahrzehntes an. Vieles wurde eingefädelt, besprochen, neu aufgesetzt und umgesetzt damit die Träume einer grossen weltweiten UBS wahr werden können.

UBS am Rande des AbgrundsFrau Zaki zeigt detailliert auf wie die UBS ihren Weg gegangen ist. Sie schildert ausführlich wie es dazu kommen konnte, dass die UBS so heftig von der Subprime-Krise getroffen werden konnte. Vor allem wird die Geschichte der verschiedenen Exponenten während dieser Zeit aufgezeigt. Ihre Entscheidungen, Visionen und Werdegänge werden in den Kontext zueinander gestellt und auch hinterfragt. Die Herren Peter Kurer, Luqmann Arnold, Stephan Haeringer, Sergio Marchionne, Peter Wuffli, Marcel Rohner, Huw Jenkins, John Costas und natürlich Marcel Ospel kommen dabei nicht immer gut weg.

Wie das Buch stolpert

Der Inhalt des Buches ist äusserst spannend, doch die Lektüre macht nicht immer Spass. Leider konnte Frau Zaki keinen Bogen über das ganze Buch spannen und wiederholt sich immer wieder. Die Inhalte werden von unterschiedlichen Seiten beleuchtet, was sicherlich interessant ist, doch mit der Zeit fehlt einfach der rote Faden.

Das Buch hätte meiner Meinung nach einen viel flüssigeren Stil verdient (etwas mehr Struktur und Absätze schaden manchmal nicht) und kann gut um einige Seiten gekürzt werden.

Was mich auch etwas stört ist, dass die UBS immer und immer wieder sehr schlecht weg kommt und im Gegenzug Goldman Sachs und Credit Suisse fast in den Himmel gelobt werden. Was würde sie wohl schreiben, wenn bei der nächsten Krise eine dieser Banken etwas mehr auf die Nase fällt?

Nur im abschliessenden Kapitel zeigt sich die Frau Zaki noch versöhnlich mit der UBS und versucht einen möglichen zukünftigen Weg aufwärts aufzuzeigen.

Fazit

Wenn du detaillierte Informationen über den Fall UBS suchst, an den Verstrickungen der einzelnen Exponenten interessiert bist und den Wortwasserfall nicht scheust, dann ist dieses Buch etwas für dich. Du musst dir aber bewusst sein, dass der rote Faden etwas fehlt, es viele Wiederholungen gibt und Frau Zaki gerne seitenweise ohne einen Absatz schreibt. Aus diesem Grund verteile ich UBS am Rande des Abgrunds auch nur drei von den fünf möglichen Sternen.

Kategorie: Bücher | Tags: ,

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